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Apocalipsis de Valenciennes

Apocalipsis de Valenciennes

Die Apokalypse von Valenciennes ist ein herausragendes Beispiel der frühmittelalterlichen Buchkunst, das im ersten Viertel des neunten Jahrhunderts entstand. Der genaue Herkunftsort der Handschrift ist unbekannt, jedoch lassen stilistische Merkmale eine Verortung in West-Mitteleuropa, insbesondere in Flandern und dem Rheinland, zu.

Beschreibung des Werkes: Das Manuskript zeichnet sich durch seine 39 farbigen Miniaturen im karolingischen Stil aus, die als einer der frühesten bekannten vollständigen Illustrationszyklen gelten. Die Miniaturen sind auf halben Buchseiten angeordnet und kombinieren jeweils beeindruckende visuelle Darstellungen mit biblischen Textausschnitten. Die kraftvollen und symbolreichen Bilder tragen dazu bei, die dargestellten Szenen lebendig und ansprechend zu gestalten.

Künstlerische und historische Bedeutung: Obwohl die genaue Herkunft und der Schreiber der Handschrift, bekannt nur unter dem Vornamen „Otoltus“, nicht vollständig bestimmt werden können, ist die künstlerische Qualität des Werkes unbestritten hoch. Die Apokalypse von Valenciennes diente möglicherweise als Vorlage für spätere apokalyptische Handschriften in Spanien und beeinflusste damit die Entwicklung der mittelalterlichen Buchmalerei in Europa erheblich.

Konservierung und Präsentation: Die Handschrift befand sich früher im Besitz des französischen Klosters Saint-Amand-les-Eaux und wird heute im städtischen Museum von Valenciennes in Frankreich aufbewahrt. Sie stellt einen wichtigen Bestandteil der Sammlung dar und bietet Forschern wie auch Kunstliebhabern wertvolle Einblicke in die Buchkunst und Kultur des frühen Mittelalters.

  • Typ

    Buch

  • Genre

    Apokalypsen / Beatus-Handschriften

  • Herkunft

    Frankreich

  • Jahr

     

    Erstes Viertel des 9. Jahrhunderts

Kontakt

T. +49 211 88 250 - 334 |  info@digital-registration.de
 

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